21 Comments to “ B zur Sache! – Sex hatte ich schon, aber what the fuck ist „gender”?”

  1. Avatar for bbtalk Uta Preibisch sagt:Antworten

    Man möchte es all seinen Lieben und Freunden zum Nachhören empfehlen, um nicht allein von dieser Wucht zu profitieren, leider muss jeder allein den Wunsch verspüren, die Neugierde entwickeln. Herzlichen Dank, ich möchte es auch nochmals anhören und mir Notizen machen, um es genügend verinnerlichen zu können, Danke!

  2. Avatar for bbtalk Wolfgang Dann sagt:Antworten

    Ich will nicht zuviel Kritik anbringen, denn der Vortrag war eigentlich sehr gut.
    Und überhaupt nicht langweilig oder langatmig.
    Was ich aber doch einmal sagen will, auch wenn ich dich vielleicht damit beleidige,
    ist, dass du kein Philosoph bist. Es sieht so aus als seist du Philosophieprofessor oder
    zumindest Dozent. Dein Versprechen, dass du am Ende eine philosophische Sicht
    bringst, kannst du nicht einhalten. Statt dessen bringst du Religion.
    Der Mythos ist religiös – und bei Platon ist das auch ganz normal, denn Platon war
    nicht nur der erste Philosphieprofessor sondern auch ein halber Priester.
    Und es ist normal im Abendland das alle Philosophieprofessoren zumindest halbe
    Christen sind, ob sie es wissen oder nicht. Und die meisten wissen es nicht einmal,
    wie z.B. Heidegger und Jaspers. Also du stehst da mit deiner Religion und dem
    Christentum in einer langen Tradition, und Nietzsche bezeichnete Platon schon
    als prädestinierten Christen.
    Nun ist es aber so, dass Weisheit und Religion Gegensätze sind –
    nicht unbedingt vom Inhalt her, aber bei allen Prinzipien.
    Und da Philosphie Liebe zur Weisheit ist, ist auch sie das Gegenteil von Religion.
    Du als religiöser Mensch und als Philosophieprofessor und Christ kannst also gar
    nicht mit der Weisheit argumentieren. Du kannst in diesem Sinne kein Philosoph sein.
    Sven ist immer mehr Philosoph als du.
    Dementsprechend kannst du am Ende auch keine Philosophie bieten.

    Was das Gendern betrifft, ist das Ganze ein ziemliches Missverständis der Rolle
    der Sprache. Ein Missverständnis das glaube ich Orwell hervorgebracht hat.
    Es ist keineswegs so, dass die Sprachgewohnheiten unser Denken bestimmen.
    Psychologisch ist die Sprache nur im Bewusstsein präsent. Nur das Bewussein
    arbeitet auch sprachlich. Es sollte aber heutzutage eigentlich Allgemeinwissen sein,
    dass unser Bewussein nur ein recht kleiner Teil unserer Psyche ist. Und das Unbewusste
    arbeitet normalerweise nicht sprachlich – dass wäre viel zu langsam und fehleranfällig.
    Alles was das Gendern also ändern könnte, wäre die Sprachgewohnheit im Bewussten.
    Nun kann das Bewusstein schon etwas Einfluss nehmen auf das Unbewusste, nur nicht
    so wie man es beim Gendern annimmt.
    Kurz – es bringt fast nichts – dafür bekommt man dann einen Schluckauf beim
    Sprechen und beim spachlichen Denken. Vielleicht sogar einen Schluckauf in
    der Vernunft.
    Da es nichts bringt lohnt es sich auch kaum es grossartig zu diskutieren.

  3. Avatar for bbtalk Bettina sagt:Antworten

    vielen Dank für diesen wunderbaren Vortrag. In unserem Künstlerhaus trägt Gendern sehr zur Spaltung bei und die Unversöhnlichkeit ist sehr ausgeprägt. Das macht das Zusammenleben anstrengend und lenkt vom Wesentlichen ab. Es funktioniert 😞

  4. Avatar for bbtalk Frank sagt:Antworten

    Diese interessante und im alten Sinne seelenvolle Ansprache verdeutlicht mir, was ich immer wieder empfinde, wenn ich über Liebe und Sexualität nachdenke: daß sich darin etwas “Kosmisches” zeigt, eine Tiefe und (wenn es gutgeht) Haltbarkeit der Verbindung, die weit mehr ist als das, was mit der “sexuellen Befreiung” oder gar “Revolution” versprochen wurde: Partnerschaftliche Liebe hebt das Körperliche auf eine andere, höhere Ebene, ohne es doch schlecht zu reden oder für überflüssig zu erklären – so wie Aristoteles davon ausgeht, daß “Körper” und “Seele” in gewisser Hinsicht untrennbar aufeinander bezogen sind, es aber die Seele ist, die den Körper des Lebewesens “verwirklicht”. Um es grob zu sagen: Wer ständig mit ‘ner andern pennt (oder: wegen Gender flennt), gehört heut’ zum Establishment – und hat nicht viel begriffen.
    Aber jetzt schweige ich lieber und bedanke mich, lieber Herr Burchardt, einfach für Ihre Worte.

  5. Avatar for bbtalk Ursula sagt:Antworten

    Lieber Matthias.
    Obwohl du viel hineingepackt hast und manche Sätze an mir vorbeigeschwungen sind – so haben sie doch ganz geheim etwas zum Klingen gebracht und mich bereichert . Ich bin immer begeistert von deiner Art zu sprechen. Der Singsang deiner Stimme, die Inhalte, die sich mir nicht immer gleich erschließen, die kleine Demut, mit der du dich zwischendurch mal vorsichtig entschuldigst – das alles war jetzt richtig schön. Ich danke dir dafür.

  6. Avatar for bbtalk Karin sagt:Antworten

    ganz lieben Dank für diesen Herz geleiteten Vortrag, für Dich und Swen und die Thematisierung der Liebe. Denn um das geht es🙏
    Leider habe ich gerade wenig Geschäfte, aber unterstütze sobald es wieder besser läuft.
    Liebe Grüße Karin

  7. Avatar for bbtalk Karin sagt:Antworten

    .. ich mache es kurz:
    ganz lieben Dank für diesen Herz geleiteten Vortrag, für Dich und Swen und die Thematisierung der Liebe. Denn um das geht es🙏
    Leider habe ich gerade wenig Geschäfte, aber unterstütze sobald es wieder besser läuft.
    Liebe Grüße Karin

  8. Avatar for bbtalk Stephan sagt:Antworten

    Lieber Matthias,

    vielen Dank für Deinen Vortrag. Immer wieder lausche ich Dir gern und gleite so gern mit innerlich ganz bei Dir und be.geist.ert, über die metaphysischen Gedankenströme, wenn es Dir gelingt, einen dieser so unglaublich sanft geschwungenen und fein anklingenden Satzbildbaumoves hinzulegen, der dann bei Vollendung der Runde auch noch ein Bild zeichnet, das aus der größeren Betrachtung den Atem verschlägt 🙂 Kurz: Ich liebe es, wenn Du so liebevoll laut denkst und uns mitnimmst.
    Von mir aus kannst Du gern länger (und weiter / höher) denken: Konsequenzen, das Neuerstarken des Lebendigen an der für einige erkennbaren Gegenschablone, die Lust an der eigenen Macht, die gemeinsame Neudefinition des Privaten / Politischen.
    Ich warte gern, bis die Gedanken sich in Dir zu einem neuen Muster gelegt haben, auf einen zweiten Teil 🙂

    Danke.

  9. Avatar for bbtalk Witwesk sagt:Antworten

    Lieber Matthias,

    sehr gern schließe ich mich dem Lob meiner Vorrednerinnen und Vorredner an: Ein brillanter Vortrag in jeder Hinsicht (epistemologische Herleitung, Argumentation, performance etc.), vielen herzlichen Dank dafür (großartig auch Deine Differenzierung von “Konstruktion” und “Interpretation”! Und dass Du partiell der gender-Theorie mit Bourdieu doch ein gewisses Existenzrecht zusprichst, hat mich ebenfalls begeistert)!
    Deine Ausführungen hätten auch durchaus noch viel länger sein dürfen, ich hab gar nicht gemerkt, wie die Zeit vergeht, und fand es etwas schade, dass Du am Ende ein wenig auf die Tube gedrückt hast.

    Ein Aspekt aber, der mich seit 35 Jahren in der Rede sehr oft zur Doppelformel “-innen” + “-en” und schriftsprachlich ebenfalls sehr häufig zum Binnen-I greifen lässt (obwohl ich das aus ästhetischer Perspektive hässlich finde), der wurde m.E. nur am Rande gestreift:
    Du sprichst ja völlig nachvollziehbar von der soziologischen ‘Brille’ auf das Thema, die Geschlecht(lichkeit) als kapitalförmiges Rollenattribut interpretiert, mit der auf dem konkurrenzgetriebenen Markt ‘Gesellschaft’ Vorteile in Form von Macht, Statusgewinn/-sicherung etc. erkauft werden können.
    Ich, die ich in Kindheit, Jugend und frühem Erwachsenenalter fast immer nur von Menschen in der grammatisch männlichen Form hörte und las (und wenn mal von Mädchen oder Frauen explizit die Rede war, dann als ‘Sonderfall’), fühlte mich – lange Zeit, ohne es zu bemerken – tatsächlich ausgeschlossen aus diesen in der Rede oder den Texten erwähnten Menschengruppen (im generischen Maskulinum). Irgendwann fiel mir das auf, da studierte ich schon und merkte plötzlich, dass ich mich intuitiv, wenn die Profs. “Liebe Studenten” sagten (was sie damals noch allesamt taten), ausgeschlossen FÜHLTE und dass dieses Gefühl mich in manchem BEHINDERTE – z.B. so frank und frei wie meine KommilitonEN in der Seminardiskussion das Wort zu ergreifen, schlicht, weil ich den Eindruck hatte, dass mir als Frau, die nirgends mitangesprochen wurde, das nicht zustand.
    (Ich habe es dann jedoch gelernt … Und machte da die Erfahrung, dass das oftmals irritierte, weil es eben nicht rollenkonform war. Aber das mag ein anderes Thema sein?)
    Aus dieser tatsächlich körperlichen Erfahrung des Nicht-Gemeintseins heraus, die sich (wie geschrieben) lange als vorbewusste Empfindung manifestierte, bis sie mir bewusst wurde, ich sie analysieren und damit dann irgendwann auch immer mehr spielen konnte, beschloss ich, die grammatisch femininen Formen möglichst oft mitzusprechen oder eben im hässlichen Binnen-I zu mitzuschreiben.
    Die FeindInnen der gender-Theorie (die mir übrigens meist zu apodiktisch daherkommt und in ihrer aktuellen sozialtechnologischen Version schllicht unerträglich ist) – ihre FeindInnen brechen den Dialog mit mir meist ab, wenn ich z.B. das Binnen-I verteidige, und fast immer handelt es sich dabei um Männer. – Dass die meine Erfahrung einer derart strukturellen Ausgrenzung nie machen mussten, geht den meisten dabei gar nicht erst auf.

    Mich würde interessieren, wie das unsere Runde hier sieht,
    in die ich herzlich hinein grüße!
    Corinna

    PS: Der Vortrag sollte unbedingt auf den öffentlichen B&B-Kanal gestellt werden!

    1. Avatar for bbtalk Ingrid Loacker sagt:Antworten

      …wie gebildet, intelligent und sympathisch!
      Noch dazu kann ich das einfach bequem daheim auf dem Sofa anhören.
      Danke!

    2. als ich jung war, so bis 30, habe ich auch so empfunden. Dann habe ich meinen Selbstwert entdeckt und die maskuline Sprache war mir egal. Man darf auch die vielen Worte, die geschlechtsneutral sind , nicht aus dem Auge verlieren.
      Für mich gibt es heute viel Wichtigeres, über das zu diskutieren sich lohnen würde.

  10. Avatar for bbtalk Gabriele sagt:Antworten

    Toller und sehr interessanter Vortrag. Das Thema hervorragend differenziert und vielschichtig beleuchtet. Ich fühle mich bereichert. Vielen herzlichen Dank. Ich werde ihn auf jeden Fall nochmal anhören, um ihn in seiner Fülle noch besser erfassen zu können.
    ich habe mich keine Sekunde gelangweilt. Das mal am Rande. Tausend Dank und immer gerne mehr. Herzliche Grüße, Gabriele

  11. Avatar for bbtalk Ute Schildheuer sagt:Antworten

    Hervorragend fundiert und klar – das Zuhören ein Genuss und überhaupt
    NICHT langweilig.

    Herzliche Grüße an Dich und auch an Sven

  12. Avatar for bbtalk silke sagt:Antworten

    Ich bewundere Menschen, die mit so viel Wärme und Poesie in Stimme und Worten dieses brenzlige Thema geistig verarbeiten in der Lage sind, vielen lieben Dank dafür.Und besonderen Dank für den Hinweis auf das Wichtigste im Leben, die Liebe, denn sie wird meiner Gefühlslage nach bei den neuen Ideologien der Guten und der Bösen vor den Bus geworfen.Es tendiert zu einer lieblosen maschinisierten autokratischen Welt, wohin man auch schaut. Digitalisierung zerstört die Liebe. Mir fällt es zunehmend schwerer mit Verständnis und Toleranz in Diskussionen mit (vereinfacht ausgedrückt) dem Wokismus, mit all ihren Facetten, zugewandten Menschen zu gehen. Ich wünschte mir in solchen Gesprächen deine rhetorischen und intellektuellen Mittel, so bleibt mir oft nur meine Mimik, wenn meine älteste Freundin mir erklärt, weshalb sie die Gendersprache als richtig und wichtig beurteilt, während mir das ganze wie eine neue sinnentleerte Religion, eine Art Maskenersatz in virenfreien Zeiten vorkommt und als überzeugter Skeptiker fühle ich mich in diesen Situationen von bösen Mächten abgetrennt von der Freundin, mit der ich doch seit 40 Jahren durch dick und dünn ging, die ich glaubte zu kennen wie eine Schwester, die ich immer verstand, plötzlich sind wir geistig voneinander getrennt. Als Skeptiker glaube ich natürlich nicht an böse Mächte 😉 Einen wunderschönen Restsonntag, hoffend mit Sven ist alles juut,voller Liebe und Verbundenheit.

  13. Avatar for bbtalk Susanne Klepac sagt:Antworten

    mich haut’s wirklich um… lieber Matthias. Diese Poesie und Rhetorik der Sprache und die Philosophie des Themas. das kann nicht getoppt werden. du bist eine wahrliche Bereicherung in meinem Leben… vergessen will ich dennoch nicht den Sven, der auch unglaublich wichtig ist für meine Entwicklung, die Zusammenhänge zu sehen und zu formulieren…wie immer wenn ich euch Feedback gebe….. Chapeau..!!!Hut ab.Ihr seid meine Helden…mit 3 anderen aus dem Olymp. die Geschichte und die Parallelen der griechischen Mythologie fand ich übrigens sehr gelungen. da ist auch für mich viel Wahres dran.
    danke danke danke.
    Susanne

  14. Avatar for bbtalk vera sagt:Antworten

    Liebe Menschen,
    es ist wunderbar
    hier
    in dieser Runde
    zu S:E:I:N:,
    lieber Matthias,
    S.e.e.l.e.n – L.i.e.b.e.
    -beschreibt alles
    Herzensdank
    Vera

  15. Avatar for bbtalk Sigrid Winecki sagt:Antworten

    Großartig. Viel Gedankenfutter, stringent herausgearbeitet und wunderbar mit Erzählungen verdeutlicht. Ganz herzlichen Dank!

  16. Avatar for bbtalk Morena sagt:Antworten

    Vielen Dank für diesen gehaltvollen Vortrag! Ich habe wieder einiges dazugelernt..

  17. Avatar for bbtalk Karin Marcinowski sagt:Antworten

    Es war eine sehr interessante Sendung. Leider ist in den letzten Jahrzehnten einiges durcheinander geraten, was ja auch so gewollt ist. In einer intakten Familie erlebt man ziemlich jede Art der Liebe, die Liebe zu den Eltern, die Liebe zum Partner und die Liebe zu den eigenen Kindern. Mit dieser Liebe entwickelt ein Urvertrauen, welches durch nichts zu ersetzen ist. Ich bin seit 37 Jahren verheiratet und sehr glücklich.
    Übrigens finde ich es sehr schön, dass ich Ihnen am Freitag begegnet bin und wir ein paar wenige Worte wechseln konnten. Vielen Dank für Ihre tolle Arbeit! Liebe Grüße Karin

  18. Avatar for bbtalk Sommer sagt:Antworten

    toller Beitrag, gern mehr davon! Das schönste war für mich die philosophische Betrachtung, bzw. der Beitrag am Ende, zur platonischen Liebe, da muß ich nochmal reinhören, wüsste sehr gern von wem diese Ableitung jetzt war, das habe ich irgendwie nicht richtig verstanden. Super schöner Beitrag insgesamt. Danke dafür

    1. Avatar for bbtalk Jula-Karl Anna sagt:Antworten

      Ich schätze mich glücklich, dass ich diesen Vortrag hören durfte. Es lag eine solche Ordnung darin die so hilfreich beim Verstehen ist, so eine Güte, die sich darin zeigt, dass du dein Wissen mit Menschen teilst und dein Wesen mitteilst, so dass mir Herz und Verstand aufgingen.😊Große Dankesumarmung für dieses Seelenfutter♥️

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