Der Klimadiskurs als neoliberales Umerziehungsprogramm

Der Klimadiskurs als neoliberales Umerziehungsprogramm

Der Klimadiskurs als neoliberales Umerziehungsprogramm

Der Klimadiskurs als Neoliberalimus ist weit mehr als ein Modell zur Ausgestaltung des Wirtschaftsraumes. Er ist in seinem Anspruch totalitär und durchdringt alle Bereiche des menschlichen Lebens, Rubikon Autor Ullrich Mies nennt diese Herrschaftsform „Elitenfaschismus“. Da Menschen aber von sich aus und auch aufgrund ihrer geschichtlichen Erfahrungen eine andere Lebensweise bevorzugen würden, bedarf es der propagandistischen Umprogrammierung der Menschen.

Der „neue Mensch“ muss her, der „alte Mensch“ mit seinen Gewohnheiten und Wertbindungen wird als Wurzel allen Übels identifiziert und umerzogen, damit ganz im Sinne der Regierung Macrons nur noch diejenigen Menschen leben, die das Frankreich des 21. Jahrhunderts verkörpern. Damit wird allerdings das Prinzip der demokratischen Repräsentation auf den Kopf gestellt.

Die politische Elite ist nun ganz offenkundig nicht mehr dazu da, den Willen der Bürgerinnen und Bürger einzulösen, sondern maßt sich an, die Menschen zu konstruieren, die zu ihrer Politik passen.

Auch hört man immer wieder aus den Lautsprechern des Klimadiskurses, dass es um eine „Veränderung des Lebensstils“ gehe.

Tagesschau – Smile for Future

Der Klimadiskurs und die Gaben der Natur

Dafür scheint vieles zu sprechen, schließlich leben wir immer noch viel zu verschwenderisch und schätzen beispielsweise die Gaben der Natur und die Mühen der Landwirte und Bauern viel zu gering. Darüber muss natürlich gesprochen werden. Aber auch hier hilft die Erinnerung an die nähere Vergangenheit der politischen Rhetorik. Ganz harmlos erklang dort wiederholt die Formel:

Man müsse den „Gürtel enger schnallen“, das heißt, zum Wohle aller wurde der Verzicht des Einzelnen eingefordert. Nun schnallen wir schon seit Jahrzehnten die Gürtel enger, aber wo bleibt die versprochene Belohnung? Oder bin ich an der Finanz- und Bankenkrise schuld, weil ich „über meine Verhältnisse“ gelebt habe? Nein, das bin ich nicht! Ich habe noch gestern Bill Gates bei Mister Minit getroffen.

Dort hat er sich 5 neue Löcher in den Gürtel stanzen lassen, weil er diesen schon wieder weiter schnallen muss. Also taugen die ökonomischen und ökologischen Krisen wunderbar als Waffe im Krieg der Eliten gegen die Bevölkerungen. Oder wie Warren Buffet es formuliert:

„There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.” (New York Times, 26. Nov. 2006) Ein politisches Problem – etwa der Umwelt- und Industriepolitik – wird durch den Klimadiskurs aus dem Raum der demokratischen Öffentlichkeit in die Sphäre der privaten Lebensführung verlagert.

Der Klimadiskurs – Verursacher und Profiteure

Dabei bleiben die eigentlichen Verursacher und Profiteure der sozialen und ökologischen Probleme aber unsichtbar und die Probleme ungelöst, während
sich der Einzelne auf dem Resonanzboden von Idealismus oder schlechtem Gewissen abrackert, um den Planeten zu retten.

Der Klimadiskurs verklappt die Verwerfungen des entfesselten Neoliberalismus in die Biographien der nichtprivilegierten Menschen, die ohnehin gerade im Mahlstrom der Globalisierung, Modernisierung und Migration in eine Zone der Unsicherheit getrieben wurden (Vgl. Hannes Hofbauer: Kritik der Migration). Die angedachte CO2-Steuer, die der wissenschaftliche Dienst des Bundestags nebenbei für verfassungswidrig hält,

Wissenschaftlicher Dienst CO2 Steuer

belastet Menschen ohne oder  mit niedrigen Einkommen über Gebühr. Mitglieder des Englischen Königshauses fällt es nicht schwer, einen ökologischen Obolus zum Ausgleich für häufige Flugreisen mit dem Privatjet zu entrichten. Menschen in ländlichen Gegenden, wo im Zuge von Neoliberalismus und Globalisierung die Infrastruktur, ÖPNV, Arbeit, Versorgung und kulturelle Einbindung dürftiger geworden sind, müssen mit dem Privat-PKW zur
Arbeit pendeln.

Die von Bertelsmann angedrohte Schließung von Krankenhäusern erhöht den CO2-intensiven Mobilitätsdruck auf Menschen in bestimmten Regionen. Solange also keine Alternative besteht, wird das Leben der Menschen nicht klimagerechter, sondern einfach nur teurer, wenn sie weiter am gesellschaftlichen Leben partizipieren wollen.

Der Klimadiskurs – eine neoliberale Strategie

Der Klimadiskurs bespielt eine neoliberale Strategie, die in der Soziologie „Responsivierung“ genannt wird: Gemeint ist, dass Menschen für Dinge
verantwortlich erklärt werden, die systemisch und strukturell an anderer Stelle erzeugt wurden, ohne dass man ihnen politische Gestaltungsmacht für tatsächliche Veränderung oder auch nur Ressource zur Bewältigung dieser Aufgaben in die Hände gibt.

Der Pflegenotstand wäre ein gutes Beispiel: Man ökonomisiert das Gesundheitswesen und zieht aber die ausgebeuteten Pflegekräfte dafür zur
Verantwortung. Sie müssen eben aus dem Mangel ein Minimum an Humanität für die Pflegebedürftigen schöpfen. Da man empathisch und idealistisch in den Beruf gegangen ist, folgt aus der künstlich herbeigeführten Knappheit meist die Selbstausbeutung der Pflegekräfte.

Das Kraftfeld der Responsivierung presst die letzten Ressourcen aus den Beschäftigten: Humanfracking. Ähnlich funktioniert der Appell an „Verbraucher“, keine ökologisch oder sozial belasteten Produkte zu kaufen. So als wäre ein Hartz-IV-Empfänger verantwortlich für die schlechten Arbeitsbedingungen der Näherinnen in den Billiglohnländern, weil er keine Ökotextilien aus dem Westerwald kauft.

Das Leben komplett mit Produkten aus dem Bioladen zu bestreiten, ist finanziell nicht allen Menschen möglich. Politische Fragen zu Fragen des Konsums herabzustufen beleidigt die politische Freiheit des Bürgers, der mehr und anders ist als ein homo oeconomicus.

Es ist zynisch, wenn der Klimadiskurs das gesamtgesellschaftliche Problem der ökologischen Verwerfungen in das schlechte Gewissen, das Portemonnaie und das Verzichtverhalten der Einzelnen verlagert, solange die wirklichen Ursachen weder geklärt, offen gelegt, noch politisch angegangen werden.

Der Klimadiskurs – Ausblick

Der Artikel hat sich auf die Suche nach toxischen Bestandteilen des Klimadiskurses gemacht, will jedoch keinesfalls ökologische Gleichgültigkeit rechtfertigen, sondern eine politische Dekontamination dieses Diskurses, eine Entgiftung. Als heikle Inhaltsstoffe wurden festgestellt: Die Enteignung der politischen Urteilskraft, die Schockstrategie, der Populismus, die Spaltung, der Antihumanismus und die Umerziehungsprogrammatik. Im Zusammenspiel dieser Elemente entsteht ein schlagkräftiges Machtmittel, das den Weg in eine ebenso smarte wie totalitäre Klimadiktatur ebnen könnte. Dass es möglich und notwendig ist, Mensch und Natur pfleglicher zu behandeln, könnte als Wahrheitskern auch unabhängig von dem vergifteten Diskurs deutlich geworden sein…

Insofern lautet die Devise: Lebensgrundlagen für alle schaffen und bewahren! Aber bitte ohne apokalyptische Schockstrategien, ohne Expertokratie oder Prophetinnen, ohne Spaltung und Populismus, ohne eine eugenische oder sozialdarwinistische Agenda, ohne Orwell-Ökologismus und Umerziehungsprogramme.

Der vermeintlich gute Zweck heiligt eben nicht jedes Mittel. Es bedarf offener Gespräche, wissenschaftlicher Kontroversen und auch den Respekt vor der Erfahrung sachkundiger Menschen ohne Expertenstatus Rubikon Herausgeber Jens Wernicke bringt es auf den Punkt:

„Jede Klimadebatte, die NICHT die Systemfrage stellt, MUSS autoritär werden, da sie stets dazu führen wird, dass die Kosten den Armen auferlegt werden.”

Das meint: Wenn wir eine bessere Umweltpolitik fordern, MÜSSEN wir die Kosten derselben den Verursachern und also eben NICHT den kleinen Leuten auferlegen.

Und genau das sollten wir tun.“

 

Der Klimadiskurs – Interne Links

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1 Comment to “ Der Klimadiskurs als neoliberales Umerziehungsprogramm”

  1. Avatar for bbtalk Erkus sagt:Antworten

    Die UN Agenda Post 2015 wurde als Planspiel 2030 in die Hände des WEF gelegt, Herr Schwab ersetzt Dignity durch Digitally und fertig ist der Transhumanismus:
    https://www.un.org/disabilities/documents/reports/SG_Synthesis_Report_Road_to_Dignity_by_2030.pdf
    Punkt 13 steht im Fokus: Prevalliance
    https://ghsagenda.org/category/policy-and-strategy/
    https://www.youtube.com/watch?v=jUyh_GfJf5w
    https://www.youtube.com/watch?v=UASjl0qLbKk

    Man schaue sich die Kommentare zu dieser Dystopie bei Harald Welzer an:
    https://www.youtube.com/watch?v=bTDua-XsFX4

    Seit 1992 beschäftigt sich das Jahrbuch der Ökologie mit dieser Dystopie und gibt Empfehlungen an die Politik:
    https://jahrbuch-oekologie.de/die-oekologie-der-digitalen-gesellschaft-auf-dem-weg-zu-einer-sinnvollen-nutzung-der-technologie-fuer-eine-sozial-oekologische-transformation/
    https://www.youtube.com/watch?v=KRRLYgbLb3I

    Ivan Illich hatte einen Lösungsvorschlag, JFK wollte diese Befreiungstheologie politisch umsetzen – bis “eine” Kugel ihn stoppte. Aus dieser Kugel wurden 4 Flugzeuge, 2 von ihnen brachten 3 Türme zum Einsturz. Aus diesen Flugzeugen wurden Drohnen. Aus dieser permanenten Regierung und ihren Schrecken wurde die Klimakatstrophe:
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=26400
    https://tube2.solari.com/videos/mafia_of_the_mighty-catherine_austin_fitts/

    Nun bekommen wir einen Grünen Pass auf dem noch Platz für Bürgergeld und CO2-Budget-Abrechnung nach Wohlverhalten ist. Wer sich gegen die persistente experimentelle Gentherapie entscheidet, entscheidet sich freiwillig gegen die Solidarität der transhumanen Gemeinschaft … und exkultriert sich mit 2G “selbst”:
    https://web.de/magazine/wissen/wissenschaft-technik/impfstoff-biontech-pfizer-name-comirnaty-bedeutung-36122102

    Wer denkt sich so etwas aus:
    https://www.wiwo.de/technologie/forschung/impfstoffe-wie-curevac-und-tesla-medikamente-drucken-wollen/26974970.html
    https://www.heise.de/hintergrund/Altos-Labs-Wie-Jeff-Bezos-und-Co-das-Altern-besiegen-wollen-6189094.html
    https://www.spiegel.de/panorama/die-rache-des-strebers-a-3f93b40c-0002-0001-0000-000009232327
    https://www.broadinstitute.org/

    Und jetzt – wie werden wir unsere Retter wieder los?

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