Klimadiskurs als Schockstrategie von Matthias Burchardt

Klimadiskurs als Schockstrategie von Matthias Burchardt 2021

Klimadiskurs als Schockstrategie

„I want you to panic!“ – Greta Thunberg”

Klimadiskurs als Schockstrategie von Matthias Burchardt. Ein weiterer Aspekt zeigt deutlich, wie der Klimadiskurs die Klimaforschung korrumpiert: Die düstere Prognose. Vielleicht liegt es an meinem Lebensalter, aber ich habe schon einige Apokalypsen bezüglich AIDS, Rinderwahn, Ozonloch und Waldsterben überlebt und reagiere deshalb skeptisch bis allergisch auf den gegenwärtigen Alarmismus.

Hoimar von Ditfurth empfahl der sogenannten No future-Generation in den 1980er Jahren in Aufnahme des berühmten Lutherzitates ein Apfelbäumchen zu pflanzen, da die Welt bald untergehen werde. Neben der atomaren Krieggefahr wurde insbesondere das Waldsterben als Symptom der
Ökoapokalyse beschworen, flankiert durch das Ozonloch.

Ich war damals fest davon überzeugt, dass meine Kinder im Jahr 2000 keine Bäume mehr sehen würden.

Entsprechend depressiv verlief meine Jugend, bekam ich doch vermittelt, dass angesichts des alternativlosen Weltuntergangs mein Leben und jegliches politische Engagement komplett sinnlos sein müssen.

In diesem Jahr erzählte mir ein befreundeter Dokumentarfilmer, wie Journalisten in öffentlich-rechtlichen Medien insbesondere die Möglichkeiten der technischen Bildmanipulation zur Visualisierung des drohenden Waldsterbens heranzogen, im besten Glauben damit die Bevölkerung aufzurütteln. Ist diese Selbstmoralisierung der Meinungsmacht gerechtfertigt?

Klimadiskurs als Schockstrategie Berichte und Computersimulationen

Auch heute lesen und sehen wir aufrüttelnde Berichte und Computersimulationen, die ganz im Sinne des Propaganda-Experten Walter Lippmanns den Menschen innere Bilder einpflanzen, die dann als konstruierte Pseudoumwelt zum Ausgangspunkt ihrer Handlungen in der sozialen
Welt werden sollen. Walter Ötsch zeigt, dass die Herrschaft über diese Bilder ein wesentliches Instrument der Menschensteuerung darstellt.

Nachdenkseiten

Dabei ist es dann auch völlig gleichgültig, wie zutreffend die Prognosen sind oder waren. Niemand zieht die Hellseher für ihre Irrtümer zur Rechenschaft, denn nichts ist bekanntlich älter als die Zeitung von gestern und nichts wahrer als eine edle Gesinnung. 1974 schürt der Spiegel beispielsweise Panik vor einer neuen Eiszeit wie im Spiegel Artikel, und 2007 prognostiziert die WELT, dass der Nordpol bereits 2013 eisfrei sein werde.

Nordpol bereits in fünf Jahren eisfrei

Legen hier nicht die Alarmisten selbst die Saat der Klimawandelskepsis? Nun könnte man pragmatisch antworten: Der Zweck heiligt die Mittel, wenn man den Weltuntergang vermeiden wolle, dürfe man halt mit der Wahrheit nicht so zimperlich sein. Ob allerdings der Fortbestand einer Welt besonders wünschenswert ist, in der die Lüge zum Strukturprinzip des Politischen erhoben wird, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Ob die Emotionalisierung und Panikmache der Umwelt und den Menschen wirklich dient, darf jedenfalls bezweifelt werden. Das Ausstreuen von Ängsten gleicht einer seelischen Umweltverschmutzung, die den Menschen krank macht. Vielleicht ist genau das ein willkommener Effekt der
Trittbrettfahrer der Klimahysterie.

Klimadiskurs als Schockstrategie , ein spekulatives Geschäft

Nüchtern betrachtet sind Prognosen insgesamt immer ein spekulatives Geschäft:

Schon der Wetterbericht wird ungenauer, je weiter sich die Vorhersagen in die Zukunft erstrecken. Wie verlässlich können Klimaprognosen sein, wenn sie allesamt auf Modellen beruhen, die zwangsläufig mit blinden Flecken behaftet sind? Diese rhetorische Frage ist übrigens kein Einwand gegen die Klimaforschung, sondern bloß gegen deren schockstrategische Ausschlachtung im medial-politischen Klimadiskurs.

Jeder Klimawissenschaftler wird sofort die begrenzte Aussage- und Prognosekraft seiner Modelle bestätigen: Es könnte auch anders kommen.
In der Dramatisierung einer Weltuntergangsprognose konkurriert der Klimadiskurs jedenfalls mit dem 11. September 2001, dem großen Schock, der zur Einschränkung von Bürgerrechten und als Kriegsgrund herhalten musste.

Die Bedrohungsszenarien, die sich als innere Bilder in unsere Seele eingebrannt haben, stressen unser Reptilienhirn und machen uns dadurch unmündig und steuerbar. Jedem Diskurs, der uns unter Zeitdruck setzen will, der Angst verbreitet, sollten wir deshalb grundsätzlich misstrauen. Es handelt sich dabei oft genug um eine bewährte Manipulationstechnik, die in Unternehmen und auch öffentlichen Einrichtungen als Change Management betrieben wird.

Dabei sollen nicht nur äußere Gegebenheiten, sondern auch innere Einstellungen und Persönlichkeitsmerkmale von Mitarbeiterinnen verändert werden. Diese Veränderungsprozesse appellieren aber nicht an die vernünftige Einsicht der Betroffenen, weil diese mögliche Gegenargumente oder begründete Widerstände vorbringen könnten.

Vielmehr soll durch Psychotechniken die Souveränität der Personen systematisch unterlaufen werden. Schock, Überforderung, paradoxe Imperative, Schuldzuweisungen, Zerschlagung bestehender Gruppen, Irritationen durch Veränderungen im räumlichen Umfeld, neue Sprachgepflogenheiten und so fort entziehen den Menschen Sicherheiten und machen sie dadurch steuerbar.

Es handelt sich hierbei um sozialtechnologisch ausgeklügelte Herrschaftstechniken, die selbstverständlich auch zur Manipulation der politischen Öffentlichkeit genutzt werden.  (swr2 wissen 2013)

Klimadiskurs als Schockstrategie – Der Klimadiskurs als Populismus

In einem durchaus plausiblen Szenario könnte es sein, dass in naher Zukunft vor allem die AfD und die Grünen Wählerstimmen auf sich ziehen werden, weil sie im Unterschied zu den ehemaligen Volksparteien klar ein Thema besetzen und aggressiv vertreten. Die Vertreter der erst genannten Partei sehen die Welt aus nationalistisch-autoritärer, die der anderen unter globalistisch-ökorepressiver Perspektive.

Keine der beiden Positionen allerdings wird den Ansprüchen einer souveränistisch-demokratischen Politikauffassung gerecht, also einer Konzeption
des Staates, der allein seinen Bürgern (demokratisch) und weder dem tiefen Staat noch irgendwelchen transnationalen oder transatlantischen Strukturen verpflichtet ist, um auch außenpolitisch souverän agieren zu können.

Bei allen inhaltlichen und konzeptionellen Differenzen finden sich in beiden Lagern aber auch gewisse Ähnlichkeiten in den mobilisierenden Kommunikationsmustern. Dort wird die Bedrohung des kulturellen oder ethnischen Identitätsverlustes thematisiert, hier
die Ökoapokalypse beschworen.

Beide Diskurse umkreisen einen gewissen Wahrheitskern, der aber durch Emotionalisierung und Dramatisierung aufgebläht
wird, Ängste schürt und durch Radikalisierung schließlich die Gesellschaft spaltet.

Während es bei den einen um das Eigene und das Fremde geht, wenden sich die anderen als politisch korrekte Sprecher und Klimaschoner gegen die Kettenraucher, Dieselfahrer, Sexisten, Fleischesser und Umweltverschmutzer, gegen Globalisierungsverlierer und sozial Abgehängte.

Klimadiskurs als Schockstrategie als Schwarz-weiß Denken

Und so ähneln sich beide Seiten in ihrem Schwarz-weiß-Denken, Freund-Feind-Schemata und im unterkomplexen, monothematischen Welterklärungsmodell mit hoher Mobilisierungskraft.

Doch letztlich vertreten sie vermutlich ohnehin bloß Scheinalternativen innerhalb des neoliberalen Regimes. Der Klimadiskurs beschert den Grünen jedenfalls einen Höhenflug in den Umfragen und macht damit vergessen, dass es diese Partei war, die die Bundesrepublik in Person von Joschka Fischer zum ersten Mal seit 1945 in militärische Konflikte geführt und die Abwicklung des Sozialstaates durch die neoliberalen HartzReformen ermöglicht hat.

Eine Partei, die auf Landesebene ideologische Bildungspolitik zu Lasten der sozialen Gerechtigkeit und zu Lasten der Mündigkeit der nächsten Generation betrieben hat. Im Fegefeuer des Klimadiskurses verglühen die Erinnerungen an diese politischen Sünden und zugleich werden die Waffen
geschmiedet, die es braucht, um die Macht zu erobern, die Welt zu erlösen und als Klimagouvernante die Bevölkerung umzuerziehen.

Der Klimadiskurs als Instrument der Spaltung Die Regierung um Emmanuel Macron nutzte den Klimadiskurs ihrerseits, um die neoliberale Agenda in Frankreich durchzudrücken. Entsprechend wurden die Gelbwesten als unerwünschte Menschen diffamiert:

„Sie verkörpern nicht das Frankreich des 21. Jahrhunderts, das wir wollen.“ G Gipfel francafrique a la Macron

Bei den Menschen, die auf die Straße gingen, handele es sich um „Kettenraucher und Dieselfahrer“. Wer sich ein eigenes Bild von diesen als verkommen dargestellten Menschen machen möchte, sollte dies hier tun: Kettenraucher und Dieselfahrer

Klimadiskurs als Schockstrategie und die globalen Eliten

In dem Video wird die moralische Überheblichkeit der urban-globalistischen Eliten und die Degradierung der Bevölkerung wunderbar ironisiert.
Doch nicht nur Eliten und Nicht-Privilegierte werden gegeneinander ausgespielt, ebenso geht es um Stadt versus Land, jung versus alt, gegenwärtige Menschheit versus Menschheit der Zukunft.

Insbesondere der Spin einer Anklage gegen die ältere Generation, die die Klimakatastrophe angeblich verursacht oder zumindest nicht verhindert habe, erinnert in seiner medialen Inszenierung an einen Kinderkreuzzug mit quasi-religiösem Gestus. Da stellt sich die Frage: Wird hier nicht der politische Idealismus einer ganzen Generation ausgebeutet?

Mit der Perspektive einer absehbaren Frustration, die den Beteiligten ein für alle mal die
Motivation für ein politisches Engagement rauben wird?

Greta Thunberg wurde spätestens nach ihrem wohlinszenierten Auftritt in Davos von den Medien zur Prophetin stilisiert.

Die Anklage der älteren Generation ist unfair und spaltend. Die Eltern der Freitagsdemonstranten haben sich in ihrer Jugend selbst ökologisch engagiert, sind nach 1989 durch den neoliberalen Putsch im Osten und Westen der Republik hinreichend gestresst gewesen, sich um das eigene Durchkommen zu kümmern und ihren Kindern eine einigermaßen erträgliche Kindheit zu ermöglichen, während der tiefe Staat im Hintergrund die Globalisierung vorangetrieben und soziale Abstiegsängste geschürt hat, Terror und Kriege angezettelt, Demokratie, Gesundheitssystem, Bildungswesen, Sozialstaat, Rechtsstaat und Bürgerrechte geschliffen hat.

Hier werden Opfer zu Tätern gemacht, damit die wahren Schuldigen für soziales, politisches und ökologisches Elend im Dunklen bleiben
können. Politische Energie, die sich gegen die tatsächlich verantwortlichen Akteure wenden könnte, wird damit durch das bewährte divide et impera (spalte und herrsche) von vornherein neutralisiert.

Klimadiskurs als Schockstrategie – Der Klimadiskurs als Antihumanismus

In der Ursuppe der grünen Bewegung finden sich viele Bestandteile: Neben Friedensbewegung, Anti-Atom-Bewegung, Feminismus, Umweltschutzgruppen und Bürgerinitiativen auch unappetitlichere Zutaten wie Aktivisten für die Legalisierung der Pädosexualität oder Anhänger der Tiefenökologie und der Gaia-Theorie.

In diesen letztgenannten Strömungen erscheint der Mensch als das eigentliche ökologische Problem, als ein Störenfried, dessen Existenz der Erde per se Schaden zufüge; pointiert zusammengefasst in dem altbekannten Witz:

Treffen sich zwei Planeten. Sagt der eine zum anderen: „Du siehst aber schlecht aus. Bist Du krank?“ Antwort: „Ja, ich hab Mensch.“ „Du Armer! Aber keine Sorge, das geht vorüber!“

Die Lösung der ökologischen Krise besteht nach Sicht der radikalen Vertreter dieser Überzeugung in der Beseitigung des Menschen, wenn nicht total, so doch zumindest quantitativ oder qualitativ. Populationsmanagement wie Sterilisierung, Geburtenkontrolle, Spekulation mit Lebensmitteln richtet sich dementsprechend gegen bestimmte Gruppen von Menschen, Afrikaner, Chinesen, Arme, Behinderte, Kettenraucher.

Exemplarisch hierfür ist die Diskussion zwischen Christoph Butterwegge und Richard David Precht über ein bedingungsloses Grundeinkommen
auf der PhilCologne:

Precht: Kein Grundeinkommen für Säuglinge, Herr Butterwegge, sondern für alle ab
21. […]

Butterwegge: Und was ist mit dem Kindergeld? Das Kindergeld fällt weg?

Precht: Ja, selbstverständlich.

Butterwegge: Okay, wenn das Kindergeld wegfällt, dann soll also, wer fünf Kinder hat, diese von 1500 Euro ernähren, und jemand, der keine Kinder hat, kann das Grundeinkommen anderweitig verprassen?

Precht: Sie haben es genau erfasst. Ich möchte nicht, dass jemand, der 1500 Euro Grundeinkommen hat und keine Perspektive auf einen Beruf, auf die Idee kommt, fünf Kinder zu kriegen.

Butterwegge: Also das ist jetzt nicht mehr nur neoliberal, sondern schon sozialreaktionär.

(Quelle: Philosophie Magazin, August/September 2018, S.61)

In der Sicht des Armutsforschers Butterwegge erweist sich ein sozialpolitisches Konzept, wie das bedingungslose Grundeinkommen, als biopolitisches
Steuerungsinstrument mit sozialdarwinistischem Unterton: Fortpflanzung bitte nur für die Erfolgreichen!

Klimadiskurs als Schockstrategie – der Hintergrund der Denkweise

Im Hintergrund dieser Denkweise steht der Malthusianismus, die Vorstellung, dass Bevölkerungswachstum irgendwann zwangsläufig zur Verelendung der Massen führen müsse, insbesondere weil sich die Ungebildeten oder Unzivilisierten besonders ungehemmt fortpflanzen würden. Diese Suggestion legt nahe, dass die beste Weise der Armutsbekämpfung aus der Geburtenkontrolle bei Minderleistern bestehen müsse.

Im Klimadiskurs findet sich das Bild des ökologischen Fußabdrucks, das durchaus einen pädagogischen Sinn zur Veranschaulichung des Ressourcenverbrauchs von Menschen oder Nationen hat. Doch gleichzeitig schafft der Gedanke des Fußabdrucks das Bild einer Konkurrenzsituation: Fuß ohne Raum. Dies kann zu Selbstzweifeln oder Auslöschungsfantasien führen:

Darf ich überhaupt meinen Fuß auf die Erde setzen? Sollten nicht lieber ein paar Millionen Menschen woanders verschwinden, damit ich mehr Platz habe? Wäre nicht mal wieder ein Krieg nötig, so als eine Art Reinigung, wie ein Peeling für die Erdoberfläche?

Den kleinsten Fußabdruck haben die ungeborenen, niemals existenten Wesen, weshalb der Antinatalismus, also die Ablehnung von Zeugung menschlichen
Nachwuchses schlechthin, ein Musterschüler des Klimadiskurses ist.

Klimadiskurs als Schockstrategie und Kinderlosigkeit

Antinatalismus Theophile de giraudbevoelkerungswachstum feminismus

Kinderlosigkeit beschert nicht nur den fruchtlosen Nicht-Eltern viele Freiheiten, sondern erspart auch der Erde den Fußabdruck der nächsten Generation.
Diese auf den ersten Blick sehr plausible Argumentation krankt an ihrer sozialen Blindheit, die schnell geheilt werden kann, wenn man sich anschaut, wer diese Theorie mit Leidenschaft propagiert.

Africas rapid population growthputs poverty progress at risk says gates

Bill Gates warnte 2018 vor dem Bevölkerungswachstum in Afrika – und zwar auf dem Weltwirtschaftforum in Davos, einem Ort, an dem wohl weder Jens Wernicke noch Daniele Ganser jemals sprechen dürften, wohl aber Greta Thunberg.

Komisch eigentlich. Dass sich aber ausgerechnet einer der reichsten Menschen der Welt mit seiner Stiftung zur Reduzierung der Weltbevölkerung einsetzt, könnte als Zeichen überschäumender Philanthropie (Menschenliebe) gewertet werden oder als antihumanistischer Zynismus eines dreifachen Familienvaters.

Rechnet man nämlich die Milliarden der ersten 10 Reichen auf der Forbesliste in Fußabdrücke um, dann gäbe es – bei ein wenig Bescheidenheit dieser Familien – neben dem Gates-Nachwuchs durchaus noch etwas Platz für ein paar indische Mädchen, chinesische Zwillinge oder afrikanische Tönnies-Babys.

Um Missverständnisse zu vermeiden: Selbstverständlich sollten sich Menschen mit dem Thema der eigenen Fortpflanzung oder gesamtgesellschaftlichen Demographie beschäftigen, schon im Sinne der Kinder, für deren Wohl man im privaten wie im öffentlichen Raum einzustehen hat.

Aber im Kontext des Klimadiskurses entstehen doch gewisse soziale Unwuchten, wenn sich die großen Profiteure des Neoliberalismus ausgerechnet die Schwächsten der Welt aussuchen, um ihnen die Verantwortung für den Planeten zuzuschieben.

Klimadiskurs als Schockstrategie und eugenische Selektion

Antinatalismus, Sozialdarwinismus und eugenische Selektion sind massive Auswüchse eines Antihumanismus, der nicht nur inhumane Verhältnisse legitimiert, sondern die globale Selbsttilgung des Menschen schlechthin in den Raum stellt. Was übrigens zu dem Paradox führt, dass
der Klimadiskurs sich einerseits zum Anwalt der ungeborenen zukünftigen Generationen aufschwingt und gleichzeitig deren Existenz durch Antinatalismus
bekämpft.

Satire: Die Endlösung der Klimafrage im Zeitalter des Orwell-Ökologimus Eine Lösung der sozialen und ökologischen Verwerfungen könnte in der Abkehr vom Neoliberalismus und der Herrschaft des tiefen Staates bestehen.

Nun versteht sich der Neoliberalismus seinerseits als Problemlösemaschine, was ihm umso leichter fällt, weil er die Probleme, die er dabei schafft, immer anderen in die Schuhe schiebt. Jedenfalls wäre auch eine Lösung durch ökonomistische Modelle einer soften Ökodiktatur denkbar.

Ähnlich wie es bereits den Emissionshandel für Unternehmen gibt, könnte man sich vorstellen, das Ganze über Mikrozertifikate und personenscharfe digitale Totalbilanzierung unter Marktbedingungen zu lösen.

Menschen erhalten bei der Geburt ein Totalvolumen an Verschmutzungsrechten, das ihrem klimagerechten Fußabdruck entspricht und für das ganze Leben reichen muss.

Klimadiskurs als Schockstrategie als Totalüberwachung

Totalüberwachung über das Internet bilanziert jeglichen Verbrauch und meldet täglich die neuesten Zahlen, wie der Stromzähler im Keller. Apps helfen bei der Optimierung des klimagerechten Lebens, unterstützen mittels Big Data und Vorhersage-Algorithmen bei Lebensentscheidungen durch Kostenprognosen:

Kauf eines Kühlschranks oder Eheschließung mit einem Kettenraucher oder Dieselfahrer aus der Gelbwestenbewegung. Wie sehr belastet es mein Klimakonto? Verschmutzungszertifikate können gehandelt werden. Wer sparsam lebt, kann damit Gewinn machen. Wer eine Öko-Sau ist, muss nachkaufen.

Wer zu früh stirbt, vererbt seine Zertifikate. Wer sein Volumen zu Lebzeiten aufgebraucht hat und sich kein neues leisten kann, hat sein Existenzrecht verspielt und wird dem klimagerechten Frühableben zugeführt. Kinderlosigkeit wird übrigens mit Zusatzvolumen belohnt.

Man könnte sogar die geistige Klimabilanz mit in die Rechnung einbeziehen, etwa das Absondern klimaskeptischer Gedanken oder das Wahlkreuz bei einer nicht klimafundamentalistischen Partei. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wie auch immer, der Markt wird’s schon schaukeln …

Interne Links

Neoliberaler Klimapopulismus von Matthias Burchardt 2021

 

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