Neoliberaler Klimapopulismus von Matthias Burchardt

Neoliberaler Klimapopulismus von Matthias Burchardt 2021

Neoliberaler Klimapopulismus

Lebensgrundlagen für alle schaffen und bewahren!

Dieser Artikel ” Neoliberaler Klimapopulismus ” beruht auf einer wichtigen Differenzierung. Sie besteht in der Abkopplung der notwendigen Sorge um gute soziale und ökologische Lebensbedingungen vom öffentlichen Klimadiskurs.

Er bezieht sich also auf die Denkmodelle und Redeweisen, die momentan rund um das Thema „Klima“ produziert und öffentlich ausgestreut werden. Hierbei sind meines Erachtens Trittbrettfahrer unterwegs, die die hysterische Erregung für ihre eigenen Interessen ausbeuten wollen.

 Neoliberaler Klimapopulismus von Matthias Burchardt

Wenn hier also gegen den Klimapopulismus argumentiert wird, geht es nicht darum, die ökologische Verantwortung abzulehnen oder tatsächliches Engagement in Umweltfragen zu diskreditieren. Im Gegenteil soll durch eine kritische Abarbeitung der viralen Denkmuster die Verantwortung für die Natur und die menschlichen Verhältnisse erst wieder in einen sinnvollen Zusammenhang gebracht werden.

Leitend bei der Analyse ist also Verdacht, dass die Klimahysterie den Akteuren des tiefen Staates durchaus in die Karten spielt, dass der Diskurs angefacht und gesteuert wird und dass diese Steuerung gerade nicht einem guten Leben der Menschheit auf der Erde dienen soll, sondern ein zynisches Herrschaftsinstrument darstellt.

Mit anderen Worten: Eine genauere Betrachtung der Klimadiskussion soll Mensch und Natur helfen, insbesondere dadurch, dass man die ökologische Frage
nicht mehr gegen die soziale Frage ausspielt. Dazu müssen aber die Spaltpilze, Denkfallen und politischen Maskierungen, die durch den Klimadiskurs in die
Öffentlichkeit gebracht werden, als solche entlarvt werden.

Der Klimadiskurs als Vernebelung der politischen Urteilskraft Auch ohne den Klimadiskurs gibt es hinreichend Anlass, sich um den Zustand
unserer natürlichen Lebensgrundlagen zu sorgen. Schon in ästhetischer Hinsicht bemerken wir die Auswirkung unserer Wirtschafts- und Lebensweise auf die uns umgebende Natur.

Durch Verschmutzung und Bebauung büßen wir Lebensqualität ein und schmälern den Erholungswert, den die Landschaften um uns herum haben
könnten. In medizinischer Hinsicht bemerken wir schädliche Kontaminationen von Luft und Wasser, von pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln. So betrachtet ist Umweltschutz immer auch Menschenschutz, denn giftige Substanzen, Lärm, Strahlung beinträchtigen unser Leben.

Bemerkenswert ist, dass es zum Beispiel keine nennenswerte öffentliche Debatte zum Thema 5G-Netze gibt, obwohl viele Zeichen auf gesundheitliche Risiken hinweisen.

(5g und das gesundheitsrisiko von Peter Hensinger).

Neoliberaler Klimapopulismus und die Verantwortung für die Natur

Doch auch dort, wo es uns Menschen nicht unmittelbar betrifft, gibt es eine Verantwortung für die Natur. Das Christentum beispielsweise ist dazu aufgefordert, die Schöpfung zu bewahren, und zwar nicht nur, weil sie uns nutzt, sondern weil sie das Werk Gottes ist. Weltliche Mitmenschen kennen vielleicht das Gefühl, dasAlbert Schweitzer „Ehrfurcht vor dem Leben“ nannte, was sie daran hindert, anderen Geschöpfen ohne Not Leid zuzufügen.

Allerdings darf man die Natur nicht mit romantischen Klischees überhöhen.

Sie ist kein Paradies, wie uns Evolutionsbiologie und Ökologie zeigen, sondern letztlich auch ein gnadenloser Ort, an dem das Recht des Stärkeren im Kampf um begrenzte Ressourcen über Leben und Tod entscheidet. Es ist immer und allein der Mensch, der die ethische Dimension der Verantwortung ins Spiel bringt. Es ist Aufgabe von Kultur und Politik, die Würde der Schwachen und Verletzlichen anzuerkennen und zu verteidigen.

Naturschutz kann und muss deshalb nur der Mensch betreiben. Tiere kennen keinen Tierschutz, Vulkane keine Grenzwerte.

Alle genannten Motive des Umweltschutzes – vom medizinischen über das ästhetische bis zum selbstlos ökologischen Denken – haben eines gemeinsam: Sie beziehen sich auf unmittelbar erfahrbare Phänomene. Aufmerksame Mitmenschen nehmen schlechte Luft, erhöhte Lärmbelästigung, das Verschwinden von einheimischer Artenvielfalt und den Verlust von Biotopen wahr.

Das Klima als Gegenstand der Klimaforschung ist aber kein Gegenstand möglicher Erfahrung, sondern ein wissenschaftliches Konstrukt. Menschen erleben das tägliche Wetter oder Naturveränderungen über längere Zeiträume, das Klima im strengen Sinne ist dagegen ein modellierter Forschungsgegenstand von Klimaforschern, ein voraussetzungsreiches Artefakt.

Neoliberaler Klimapopulismus in Wikipedia erklärt

In Wikipedia ist Klima wie folgt definiert:

„Das Klima ist der mit meteorologischen Methoden ermittelte Durchschnitt der dynamischen Prozesse in der Atmosphäre, bezogen auf einen Ort oder auf eine Region, einschließlich aller Schwankungen im Jahresverlauf und basierend auf einer Vielzahl von Klimaelementen.

Es wird nicht nur von den physikalischen und chemischen Abläufen innerhalb der Atmosphäre gesteuert, sondern zusätzlich durch die großräumigen Einflüsse und Wechselwirkungen der anderen vier Erdsphären (Hydrosphäre, Kryosphäre, Biosphäre, Lithosphäre).

Um neben allen anderen Witterungsvorgängen auch den Temperaturverlauf in einem statistisch relevanten Zeitrahmen mit ausreichender Genauigkeit darzustellen, empfiehlt die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) die Verwendung von Referenzperioden
(auch Normalperioden oder CLINO-Perioden), in denen die Monatsmittelwerte als Zeitreihe über 30 Jahre in einem Datensatz zusammengefasst werden.

Gegenwärtig ist die Referenzperiode der Jahre 1961 bis 1990 der gültige und allgemein gebräuchliche Vergleichsmaßstab. Dieser wird nach 2021 von der neuen Normalperiode 1991 bis 2020 abgelöst.“

Die Klimaforschung entwickelt auf der Basis von Grundannahmen und bestehendem Wissen Modelle, also vereinfachende Nachbildungen, von komplexen natürlichen Phänomenen. Messungen und mathematisch-statistische Verfahren spielen dabei eine wichtige Rolle, aber auch Entscheidungen und Vorannahmen.

Neoliberaler Klimapopulismus verschiedene Faktoren

Welche Faktoren bezieht man ein? Welche Zeiträume betrachtet man? Wie gewichtet man diese Faktoren? Zu jeder Wissenschaft gehören zwangsläufig auch Zweifel an den eigenen Modellen: Wie verlässlich sind die Messverfahren? Wie zuverlässig sind die historischen Aufzeichnungen?

Welche blinden Flecken haben die Modelle? Dies führt üblicherweise zu einem produktiven Streit zwischen Forschungsrichtungen, die aus verschiedenen Perspektiven, mit verschiedenen Methoden ein und denselben Gegenstand beforschen, immer der Tatsache eingedenk, dass sich die wissenschaftliche Wahrheit von heute schon morgen als Irrtum entpuppen könnte.

Insofern ist das, was sich auf der Ebene der Wissenschaft als weites Feld darstellt, für Laien, zu denen auch die politischen Entscheidungsträger gehören, intellektuell gar nicht zu bewältigen. Es wird zu einer Frage des Vertrauens, wenn es um die wissenschaftliche Klimaforschung geht, und zu einer Glaubenssache, wenn nicht gar zu einer vormodernen Form der Autoritätshörigkeit, wenn es zum Beispiel um die Rolle von Experten im Klimadiskurs geht.

Das liegt daran, dass sich abstrakte Modelle unserer Anschauung prinzipiell entziehen. Wir können lediglich beobachten, ob bestimmte Wetterlagen,
Extremereignisse oder Naturveränderungen in unserer Lebensspanne gehäuft oder vermindert auftreten.

Aber belegt die Fülle der angeführten Phänomene für den Laien schon die Geltung der Hypothese, dass diese Veränderungen (allein) vom Menschen verursacht sind? Hand aufs Herz: Wer traut sich zu, mit Gewissheit ein Urteil in dieser Frage zu fällen?

So haben beispielsweise 90 renommierte italienische Forscher ein Papier verfasst, in dem sie nicht den Klimawandel aber die menschliche Verursachung desselben in Frage stellen.

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Neoliberaler Klimapopulismus und die “moderne Forschung” !?

Wie ist dies zu bewerten? Kommen nun redliche Forscher dem Gebot des wissenschaftlichen Zweifels im Namen der Wahrheit nach? Oder sind hier Menschen mit korrumpierter Gesinnung unterwegs, die sich vor den Karren der Industrie spannen lassen? Haben sie Unrecht, weil sie in der Minderheit sind? Haben Sie Recht, weil sie mutig gegen „den Mainstream“ antreten?

Offengestanden: Ich kann das nicht beurteilen und enthalte mich deshalb eines abschließenden Urteils. Doch aus meiner eigenen wissenschaftlichen Tätigkeit weiß ich, dass die meisten Forschungsfragen komplex und nur vorläufig zu beantworten sind, sodass ich zögern würde, radikale politische Programme mit ungewisser Wirkung auf solche Grundlagen zu stellen.

Hinzu kommt, dass die Institute ihr Forschungsfähnchen nach dem Wind der Drittmittel ausrichten müssen, so dass kritische Forschung
mangels Finanzierung kaum stattfinden kann. (Vgl. Spelsberg/Burchardt: Unter dem Joch des Drittmittelfetischs. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. Januar 2015. S.15)

Doch auch wenn vielleicht nicht abschließend zu klären sein sollte, wie groß der Anteil des Menschen an den Klimaveränderungen ist, reichen die oben angeführten Begründungen schon völlig aus, um Verantwortung für unsere Lebengrundlagen zu übernehmen.

Neoliberaler Klimapopulismus expertokratisch geführt

Der expertokratisch geführte und interessengeleitete Klimadiskurs jedenfalls venebelt Bürgerinnen und Bürgern ihre unmittelbare Anschauung und
Urteilsfähigkeit, verlagert den Handlungsraum in einen unsichtbaren Bereich abstrakter Modelle. Letzlich wird dann via dramatisierender Visualisierung eine propagandistische Scheinwelt in den Seelen der Menschen errichtet.

Die übertriebenen Beschwörungen vermeintlicher Evidenz entlarven sich glücklicherweise inzwischen selbst, wenn wirklich jedes Ereignis klimapopulistisch ausgeschlachtet wird. Bestes Beispiel dafür sind die einschlägigen Äußerungen der Bundesvorsitzenden der Grünen, Annalena Baerbock, die die Hymnenzittersymptomatik der Kanzlerin als Folge der Klimakatastrophe deutet.

Annalena Baerbock und Angela Merkels zittern

Damit gibt Baerbock und all jene, die ähnlich wie sie argumentieren, jeglichewissenschaftliche Expertise und das Engagement von Umwelt- und
Naturschutzgruppen der Lächerlichkeit preis, indem sie die Deutungskraft der Klimahypothese politisch überstrapazieren.

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